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Die Ringelnatter

Natrix natrix

Ringelnatter

Unsere häufigste und am besten bekannte Schlange ist die Ringelnatter, so genannt wegen der weißen oder gelben Flecken, die sie auf dem Hinterhaupt trägt. Wo stille Teiche mit bewachsenen Ufern vorhanden sind, wird man sie nicht vergeblich suchen. Sie liebt das Wasser und ernährt sich von Fröschen, Kaulquappen und kleinen Fischen. Sie ist ein völlig harmloses, ungiftiges Tier , das sich kaum durch Beißen zu wehren sucht und in der höchsten Not nur seinen stinkenden Unrat von sich spritzt. Auf dem Lande ist sie flink und hurtig, und im Wasser schwimmt und taucht sie mit wahrhafter zierlicher Eleganz. Verfolgt, gleitet sie in die Pflanzen des Grundes hinab und vermag lange Zeit unter Wasser auszuhalten. Sie kann bis zu zwei Meter lang werden.

Skelett der Ringelnatter

Die Ringelnatter pflanzt sich durch Eier fort, welche die Größe und Gestalt von Amseleiern haben. Die Farbe ist weißlich und die Schale weich wie Pergament. Das trächtige Weibchen sucht zur Eiablage Haufen von feuchten, modernden Stoffen auf, die eine gewisse Gärungswärme entwickeln. Auf der Suche nach solchen Haufen kommt das Schlangenweibchen dann gerne in die Nähe menschlicher Siedlungen, um die Eier in Mist- oder Komposthaufen abzulegen. Nach etwa sechzig Tagen schlüpfen die Jungen. Die ausgeschlüpften Ringelnattern, die auf der Schnauzenspitze einen Eizahn wie junge Hühnchen tragen, sind flinke und zierliche Tierchen, die eifrig Jagd auf winzige Fröschen und Kaulquappen machen. Die Ringelnatter tötet ihre Beute nicht, sondern schlingt die wehrlosen Fröschchen, Wassermolche usw. einfach lebendig hinab.

Julia Pitz

Literatur:

Der Jugend-Brehm von Ludwig Koch-Isenburg, Kreuz-Verlag, Stuttgart 1957

(siehe: Entstehung der Texte)


Julia Pitz
Ich besuche seit dem fünften Schuljahr die Gesamtschule Ehringshausen. Ich bin jetzt in der achten Klasse. Im Wahlpflichtunterricht habe ich seit dem 7. Schuljahr den Schulgarten-Kurs (Bio W1) gewählt.

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