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Libellen: Die Blaue Wasserjungfer

Aeschna cyanea

Libellen
 
Die Blaue Wasserjungfer tummelt sich bei sonnigen Wetter gern über ruhigen Gewässern, wo sie im Flug Mücken, Fliegen und andere Insekten erjagt. Sie ist an ihrer Größe (6,5 cm) und ihrer schmucken Färbung leicht zu erkennen. Der schwärzliche Hinterleib zeigt beim Männchen blaue, beim Weibchen grüne Flecken. Das Männchen bewohnt am Ufer ein scharf begrenztes Revier, das gegen Eindringlinge heftig verteidigt wird. Selbst aber unternimmt es oft weite Streifzüge über die Reviergrenze hinaus.

Körperbau und Ernährung:
Wasserjungfern und ihre Verwandten sind mit ihrem schlanken Körper und den vier großen, glasartig durchsichtigen Flügeln die schnellsten und gewandtesten Flieger unter den Insekten. Pfeilschnell und wendig jagen sie ihre Beute, die sie nur im Flug angreifen. Mit den vorgestreckten Vorderbeinen wird das Opfer erhascht. Kleine Insekten werden sogleich im Flug verzehrt, größere im Sitzen. Ober- und Unterkiefer sind mit starken, nadelspitzen Zähnen besetzte Fresszangen. Große, halbkugelige, oben zusammenstoßende Netzaugen verleihen dem Tier ein weites Gesichtsfeld. Die Beine hingegen sind bei den Libellen als ausgesprochenen Fluginsekten verhältnismäßig schwach ausgebildet, sie dienen vor allen zum Festhalten der Beute und zum Anklammern beim Sitzen. Die Flügel werden im Sitzen ausgebreitet gehalten.

Entwicklung:
Das Weibchen besitzt einen Legebohrer, mit dem es die Eier dicht unter der Wasseroberfläche in Pflanzenstängel ablegt. Die ausschlüpfende, graugrüne Larve bleibt im Wasser, wo sie im Laufe von vier Jahren unter vielen Häutungen heranwächst. Auch sie lebt räuberisch und ernährt sich zunächst von Wasserflöhen und Insektenlarven, später von Kaulquappen und Fischbrut. Die Beute fängt sie mittels der stark vergrößerten Unterlippe,die gleichsam eine gestielte Zange darstellt. Diese Fangmaske ist in der Ruhe unter dem Kopf zusammengeklappt, kann aber blitzschnell vorgeschleudert werden.

Die Atmung erfolgt durch kiemenartige Blättchen, die von feinen Atemröhren durchzogen sind (Tracheenkiemen). Die Blättchen finden sich im Endabschnitt des Darmes, in den das Tier daher fortgesetzt Wasser aufnimmt und wieder ausstößt. Mittels des Rückstoßes des kräftig ausgestoßenen Wassers kann die Libellenlarve vorzüglich schwimmen. Völlig ausgebildet, kriecht sie an einer Pflanze aus dem Wasser hervor, die Haut am Rücken platzt auf und ihr entschlüpft eine prächtige Libelle. Ein Puppenstadium fehlt also; die Verwandlung ist unvollkommen.

Verwandte:
Außer der Blauen Wasserjungfer beobachten wir an unseren Gewässern häufig die etwas kleineren, sehr zierlichen Schlankjungfern, deren Männchen oft leuchtend hellblau gefärbt sind, während die Weibchen meist bräunlich erscheinen. Sie und alle andern Libellenarten stimmen im Wesentlichen in Bau, Lebensweise und Entwicklung mit der Blauen Wasserjungfer überein.

Gemeinsame Merkmale:
Die Libellen haben einen lang gestreckten, schlanken Leib, vier große häutige Flügel und beißende Mundwerkzeuge. Sie ernähren sich von anderen Insekten. Die Entwicklung erfolgt im Wasser.

Erhan Akyol

Literatur:

Schmeil, Tierkunde, Quelle und Meyer 1966

(siehe: Entstehung der Texte)


Erhan Akyol
Ich besuche die Schule Gesamtschule Ehringshausen. Ich gehe in die Klasse 8S4. Ich besuche den Bio W1-Kurs "Schulgarten". Meine Hobbys sind Basketball spielen, Rap tanzen und singen. Meine Eltern kommen aus der Türkei, ich bin aber in Deutschland geboren. Ich wohne in Ehringshausen.

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