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Der Gelbrandkäfer

Dytiscus marginalis

Gelbrandkäfer
 
Der Gemeine Gelbrandkäfer gehört zur der Familie der Schwimmkäfer und zählt zu der weit verbreitetsten Art. Er wird bis zu 18 mm breit und 35 mm groß. Am meisten findet man ihn in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Seinen Namen erhielt er wegen seinem gelben Saum, den er um den Hals und an den Seiten der Flügel trägt. Die drei ersten Tarsenglieder (tarsus = Fuß des Insektenbeins) der Vorderbeine sind zu kreisrunden Paletten erweitert, die mit je einem großen mittleren Saugnapf sowie mit einer sehr großen Zahl von winzigen weiteren Saugnäpfen versehen sind. Den Weibchen fehlen die Saugnäpfe, meist haben sie auffallend tiefe Längsfurchen auf den Flügeldecken.

Bei der Paarung halten sich die Männchen mit ihren Saugnäpfen auf dem Halsschild des Weibchens fest. Als gefräßiger Räuber durchforscht der Gelbrandkäfer die Uferregionen der Teiche nach Nahrung. Auf seinem Speiseplan stehen meist Molche und Frösche, die er bei lebendigem Leibe frisst, indem er sie mit Verdauungsenzymen vollpumpt und dann einsaugt. Gelegentlich muss er auftauchen um frischen Sauerstoff zu tanken. Mit nach oben gewendetem Körper pumpt er Luft unter seine Flügeldecken. In der Sommerzeit kann man an manchen Abenden beobachten wie die Käfer aus dem Wasser steigen und in kleinen Gruppen ausgedehnte Landausflüge unternehmen. Die etwas plump aussehenden Tiere erweisen sich dabei als gute Flieger.

Das Gelbrandkäferweibchen bohrt mit einem Legesäbel Löcher in Wasserpflanzen und legt dann bis zu tausend Eier. Die ausgeschlüpften Larven erweisen sich als noch gefräßiger als der eigentliche Käfer. Mit ihrer Saugzange packen sie die Beute, spritzen eine Verdauungsflüssigkeit aus und schlürfen dann den schleimig gewordenen Nahrungsbrei. Nach drei Jahren Wachstum krabbeln die Larven an Land, graben sich in den Boden ein und verpuppen sich. Ungefähr 20 Tage später schlüpft der fertige Käfer.

Andreas Bernhardt

Literatur:

Herder-Lexikon der Biologie, Band 4, Spektrum - Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford.
Lexikon der Tiere
Naturbuch, interverlag

(siehe: Entstehung der Texte)


Hallo,
ich heiße Andreas Bernhardt und gehe in die Klasse 8 der Gesamtschule Ehringshausen. Im Wahlpflichtbereich 1 habe ich Biologie gewählt. Meine Hobbys sind Tischtennis, Fußball, Schwimmen und ins Kino gehen.

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