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Die Kanadische Wasserpest

Elodea canadensis (Hydrocharitaceae, Froschbissgewächse)

Wasserpest (Zeichnung aus ROTHMALER)
 
Die Wasserpest ist eine untergetauchte, schwimmende oder kriechende Pflanze mit langen, flutenden Stängeln. Die Blätter sind meist in Dreierquirlen, länglich bis lineal, zugespitzt und am Rande gesägt. Die weiblichen Blüten stehen einzeln, mit langem, fadenförmigem Stiel bis an die Wasseroberfläche reichend. Sie sind klein und weiß. Die Blütenblätter sind nur 2.5 mm lang. Blütezeit ist von Mai bis August.

Die Wasserpest kommt in stehenden und fließenden Gewässern, Teichen, Tümpeln, Altwässern, Gräben und Kanälen vor. In flachen, nährstoffreichen Gewässern aber auch bis in Wassertiefen von ca. 3 Metern. Sie ist einheimisch in Nordamerika, wurde aber in einem großen Teil von Europa, Ostindien und Australien eingeschleppt. Die Wasserpest ist eine zweihäusige Pflanze, bei der männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen sitzen. Merkwürdigerweise gelangten bisher nur weibliche Pflanzen nach Europa, die wohl blühen, aber ohne Befruchtung keine Samen erzeugen können. Bei ihrer explosionsartigen Verbreitung über den Kontinent - die ersten Exemplare wurden Mitte des vorigen Jahrhunderts in Irland beobachtet - war sie ausschließlich auf ungeschlechtliche Vermehrung durch abgerissene Ästchen und Knospen, seltener Winterknospen, angewiesen.

Zur Ausbreitung haben Wasservögel und Schifffahrt sehr beigetragen. Der Name "Wasserpest" bezieht sich auf ihr anfängliches massenhaftes Wuchern, das oft sogar die Schifffahrt gestört hat. Inzwischen ist die Art stellenweise wieder im Rückgang begriffen oder es hat sich ein Gleichgewicht eingependelt. Nach dem Volksglauben soll sie alle sieben Jahre weiterziehen. Wenn sie nicht so stark wuchert, ist sie für die Fischerei sogar günstig: Sie erzeugt viel Sauerstoff und ihre dichten Bestände beherbergen viele Fischnährtierchen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, daß sie radioaktives Kobalt speichert, so daß man durch Entfernen des Pflanzenbestandes die Gewässer entseuchen kann. Wegen ihres hohen Nährwertes - die Trockensubstanz enthält 18% Eiweiß, 42% Stärke und 2,5% Fett - wurde sie früher auch als Viehfutter empfohlen.

Jens Herbig

Literatur:

Dr. Elfrune Wendelberger, Pflanzen der Feuchtgebiete, Gewässer, Moore, Auen,
BLV-Verlagsgesellschaft München Wien Zürich 1986, S. 37 
Rothmaler, Exkursionsflora, Band 3, Volk und Wissen, Berlin 1987

(siehe: Entstehung der Texte)


Hallo, mein Name ist Jens Herbig. Ich bin Schüler der Gesamtschule Ehringshausen und besuche seit dem 7. Schuljahr den Bio-W1-Kurs (Schulgarten). Ich bin in Ehringshausen geboren und wohne auch in Ehringshausen. Meine Hobbys sind Inline-Skating, Fahrrad fahren, Fußball und Tischtennis.

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