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Die bis zu einem Meter hoch werdende Sumpfschwertlilie schmückt
im Mai und Juni Teichufer und Gräben mit ihren schönen gelben
Blüten. Nach diesen Standorten, an denen sich auch gerne die Störche
aufhalten, wird sie auch Storchenblume und in Gegenden, wo dieser Vogel
Adebar heißt, Adebarsblume genannt.
Graben wir eine Pflanze aus dem Boden, dann finden wir einen kriechenden, dicken, fleischigen Spross (Wurzelstock) mit blütenlosen Kurz- und etwa meterhohen blühenden Langtrieben. Wie besonders deutlich an den Kurztrieben zu erkennen ist, sind die Blätter in zwei Zeilen geordnet. Ihre schwertförmige Blattfläche geht allmählich in eine lange, rinnenförmige Blattscheide über, die den Stengel teilweise oder ganz umfasst ("reitende" Blätter). Entfernen wir die Bläer, so sehen wir, dass die Scheide jedes äteren Blattes zum Teil das nächste jüngere Blatt schützend umgibt. Verwandeln sich die Kurztriebe im kommenden Jahr durch Strecken ihrer Stäin Langtriebe, so rücken die Blätter weit auseinander.
An den Langtrieben gehen aus den Achseln der oberen Blätter Blüten tragende Zweige hervor, die anfänglich von den Scheiden dieser Blätter umhüllt werden. Scheidenförmige Deckblätter schützen die jungen Blütenstände. Die schnell vergängliche Blüte, die sich im Mai und Juni öffnet, ist im wesentlichen wie die des Krokus gebaut. Wie bei diesem sind die gelben Blätter der Blütenhülle unten zu einer Röhre verwachsen, die dem unterständigen Fruchtknoten aufsitzt. Die Schwertlilie gehört mit dem Krokus zur selben Familie der Liliengewächse. Der Griffel teilt sich in drei blumenblattartige, zweizipflige Äste, die die Staubbeutel überdecken. Jeder Ast trägt unten ein Läppchen, dessen Oberseite die Narbe bildet.
Um Nektar zu saugen, der am Grund der gelben Blüten abgeschieden wird, muss sich ein Insekt auf einem der großen Blütenblätter niederlassen und unter den darüberstehenden Griffelast zwängen. Ein brauner Fleck des Blattes dient vielleicht als "Saftmal". Ist das Insekt groß genug, so streift es mit dem Rücken sowohl das Narbenläppchen als auch den Staubbeutel, und besucht es mehrere Blüten, dann wird es leicht Fremdbestäubung vermitteln.
Die Frucht ist eine dreifächerige Kapsel, die sich mit drei Klappen öffnet. Die braunen Samen werden durch den Wind ausgeschüttelt. Sie haben unter ihrer Hülle einen luftgefüllten Hohlraum. So können sie längere Zeit auf dem Wasser schwimmen und werden durch Wellen und Strömung leicht verbreitet.
Andre Dornbusch
Schmeil, Pflanzenkunde, Quelle und Meyer, Heidelberg 1965
Rothmaler, Exkursionsflora, Band 3, Volk und Wissen, Berlin 1987
(siehe: Entstehung der Texte)
Hallo, ich heiße Andre Dornbusch. Ich gehe in die 8. Klasse der Gesamtschule Ehringshausen. Im Wahlflichtbereich 1 habe ich den Biologie-Kurs gewählt, der sich mit dem Schulgarten beschäftigt.
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