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Es gibt ca. 90 Schlammschnecken-Arten. Bei uns verbreitet sind die Große
Schlammschnecke (Lymnaea stagnalis) und die Sumpf-Schlammschnecke
(Galba palustris) . Besonders häufig kommt in unseren Binnengewässern
die Große Schlammschnecke vor. Sie trägt wie die meisten Schnecken
eine spiralig gewundene Kalkschale, das Gehäuse. An seinem Bau kann
man die einzelnen Arten voneinander unterscheiden.
Die Lebensweise der Schlammschnecke lernen wir am besten im Aquarium kennen. Langsam gleitet die Schlammschnecke auf ihrer Kriechsohle an Pflanzen empor oder an der Aquariumwand entlang. Durch das Glas hindurch beobachten wir auf der Kriechfläche wellenartige Muskelbewegungen, die das Tier vorwärts schieben. Dabei scheidet die Schnecke Schleim ab und gleitet dadurch nie direkt auf der Unterlage, sondern auf einem Schleimbad. Auf diese Weise ist sie sogar in der Lage, an der Unterseite des Wasserspiegels entlang zu kriechen. An der kriechenden Schnecke erkennen wir deutlich den Kopf mit zwei Fühlern, an deren Grund die beiden einfachen gebauten Augen.
Der Eingeweidesack, der die meisten inneren Organe enthält, wird von dem Gehäuse unvollständig umschlossen und ist daher nicht sichtbar. Eine den Eingeweidesack bedeckende Hautfalte, der Mantel, scheidet Kalk für den Gehäuseaufbau ab. Dieser Körperbau ist ein Kennzeichen der Schlammschnecke (Weichtiere).
In gewissen Zeitabständen steigt die Schlammschnecke an die Wasseroberfläche. Dort öffnet sie ihr Atemloch, um die Atemluft zu erneuern. Zahlreiche Blutgefäße verlaufen in der dünnen Wand dieser "Lungen", geben Kohlendioxid ab und nehmen den Sauerstoff der frischen Luft auf. Wegen dieser Atmungseinrichtung wird die Schlammschnecke zu den Lungenschnecken gezählt.
Wenn die Schlammschnecke den Algenbelag der Aquariumwand "abweidet", können wir deutlich beobachten,wie Schnecken fressen. Ihre bewegliche Zunge wird abwechselnd vorgewölbt und wieder zurückgezogen. Tausende von kleinen, rückwärts gerichteten Chitinzähnchen bilden auf der Zunge eine Reibeplatte oder Radula. Damit werden die Algen von der Unterlage abgeraspelt und wie mit einem Förderband in den Schlund transportiert. Mit dem festsitzenden Oberkiefer kann die Schnecke auch gröbere Pflanzenteile abtrennen. Wenn im Winter die Wohngewässer zufrieren, verfallen die Schlammschnecken in einen Dauerschlaf, der sie Monate lang eine Temperatur von 5 Grad ertragen lässt, der aber sofort ein Ende hat, sobald Tauwetter eintritt.
Ina Koch
Biologie 2, Schroedel Verlag KG
(siehe: Entstehung der Texte)
Hallo!
Mein Name ist Ina Koch. Ich besuche die Gesamtschule Ehringshausen
und gehe in die Klasse 8S5. Das Titelbild unserer Broschüre habe ich gezeichnet.
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